Hirsch und Hinde -雄ジカと雌ジカ-
10世紀に上部ドイツ語(アレマン方言?)で写本の欄外に記された短い詩です。
この短い詩で完結したテキストであるのか、あるいは何か別の詩の一部であるのか、判明していません(Müller 2013, S. 184
)。
舞踏(雄ジカの踊り)の際に、相手への誘い文句であるとか、「愛のささやき」であるとかなどの見解があります。1

Abb. Brüssel, Königl. Bibl., ms. 8860-67 (Kat.-Nr. 1351). Bl. 15v.
底本: Naumann und Betz (1954, S. 122) .
2
rūnēta
3
in daz ōra:
,,
4
noh, hinta, …?''
雄ジカは雌ジカのその耳に密かにささやいた:
「更に欲しいのかい、雌ジカよ…?」
- Edwards, Cyril W. (2002): The Beginnings of German Literature. Comparative and Interdisciplinary Approaches to Old High German. Rochester, NY: Camden House.
- Müller, Stephan (2013): Hirsch und Hinde, Otlohs Gebet, Kleriker und Nonne, Althochdeutscher Priestereid. In: Rolf Bergmann (Hrsg.): Althochdeutsche und altsächsische Literatur. Berlin, Boston: De Gruyter, S. 183–185.
- Schwab, Ute (1992): Das althochdeutsche Lied „Hirsch und Hinde“ in seiner lateinischen Umgebung. In: Nikolaus Henkel und Nigel F. Palmer (Hrsg.): Latein und Volkssprache im deutschen Mittelalter 1100–1500. Regensburger Colloquium 1988. Tübingen: Niemeyer, S. 74–122.
注釈
„U. Schwab und C. Edwards favorisieren den lange schon bestehenden Vorschlag, dass die Verse bei der Aufführung eines Hirschtanzes vorgetragen wurden: C. Edwards sieht darin ein aufforderndes ‚Liebesgeflüster‘ (S. 200), U. Schwab eine Aufforderung beim Wechsel des Reigentanzpartners.“ (Müller 2013, S. 184)↩
Hirez < Hirz. st. M., „Hirsch“.↩
hintun: sw. F. Sg. Dat. < hinta, „Hinde/Hindin“.↩
wildu < wil(-i, -is, -e) + du.↩
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